parabene.org

Parabene in Lebensmitteln

Unter dem Begriff Parabene werden chemische Substanzen zusammengefasst, die sich von eimem Ester der p-Hydroxybenzoesäure herleiten lassen. Genauer handelt es sich bei den Estern aus chemischer Sicht um Verbindungen der p-Hydroxybenzoesäure mit einem Alkylrest. Eingesetzte Alkylreste bestimmen die Namen der verwendeten Parabene. Häufig handelt es sich hierbei um Methyl- und Ethyl-, aber auch um Butyl- und Propylparabene.

Parabene besitzen eine antimikrobielle Wirkung. Aufgrund dieser antimikrobiellen Wirkung werden diese als Konservierungsstoffe sowohl im Lebensmittelbereich als auch bei Kosmetika und bei Arzneimitteln eingesetzt. Aufgrund der europäischen Gesetztgebung sind hier bestimmte Konzentrationen einzuhalten, die keinesfalls überschritten werden dürfen. Im Lebensmittelbereich sind Parabene zur Konservierung von bestimmten Lebensmitteln als auch für spezielle Aromastoffe zugelassen.

Wie andere chemische Substanzen auch, so können auch Parabene in den Blutkreislauf des menschlichen Körpers gelangen. Der Fachmann spricht von einer Exposition, wenn beispielsweise durch Nahrungsmittel, durch Kosmetika und durch Arzneimittel eine Aufnahme dieser Stoffe möglich ist. Gelangen diese Stoffe tatsächlich in den menschlichen Körper, wird von einer systemischen Aufnahme gesprochen. Reichern Stoffe sich in begrenzten Regionen ab, wie beispielsweise in einem Gewebsareal, dann spricht man von lokaler Aufnahme. Diese darf nicht mit der topischen Aufnahme verwechselt werden, bei der Substanzen lokal aufgenommen werden und so in den systemischen Blutkreislauf gelangen können. Der Begriff der Nahrungsmittel umfasste alle mit der Nahrung aufgenommenen Stoffe. Als Nahrungsmittel sind somit Lebensmittel und die darin enthaltenen Stoffe zu verstehen. Damit werden auch Zuckeraustausstoffe, Konservierungsmittel, Lebenmittelzusatzstoffe, Aromastoffe erfasst.

Gesetzlich zulässige Konzentrationen in bestimmten Nahrungsmitteln 

In Knabberzeug dürfen bis zu 300 mg in einem Kilogramm Parabene enthalten sein.

In Knabberzeug dürfen bis zu 300 mg in einem Kilogramm Parabene enthalten sein.

Bis 300 Milligramm pro Kilogramm

  • in Knabbererzeugnissen und Süßwaren

Bis 2000 Milligramm (2 Gramm)

  • in flüssigen Nahrungsergänzungsmitteln

Bis zu 10000 Milligramm (10 Gramm)

  • in flüssigen Enzymzubereitungen

Bis zu 1500 Milligramm

  • in Aromastoffen
  • in Geleeüberzug von Lebensmitteln
  • in Oberflächen von Lebensmitteln bei Fleischerzeugnissen

Aufnahme in den menschlichen Körper durch Lebensmittel

Über den Mund zugeführte Parabene (orale Aufnahme) werden vom menschlichem Körper vollständig aufgenommen und dann teilweise metabolisiert und ausgeschieden. Eine Speicherung im Körper ist bisher unbekannt, wird aber immer wieder diskutiert.

Aufgrund der Ergebnisse von toxikologischen Untersuchungen konnten für die Aufnahme bestimmter Parabene sogenannte akzeptable tägliche Höchstmengen, die ADI-Werte (acceptable daily intake), festgelegt werden. Für Methyl-, Ethyl- und Propylparaben beträgt der zurzeit festgelegte Wert 10 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht, der mit der Nahrung aufgenommen werden darf.

Zum Beispiel dürfte ein 70 Kilogramm schwerer Mensch 700 Milligramm dieser Stoffe durch Lebensmittel zuführen. Dabei ist mit keiner Beeinträchtigung für die Gesundheit aufgrund des wissenschaftlichen Kenntnisstandes durch die Zufuhr von Lebensmitteln für die Person zu rechnen. Die Werte werden jeweils dem wissenschaftlichen Erkenntnisstand angeglichen und können auch zu Verboten von Substanzen führen, falls das angebracht ist.