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Parabene in Kosmetika

Parabene werden vor allem in Kosmetika als Konservierungsmittel eingesetzt, da sie Mikroorganismen, Pilze und Sporen abtöten und deren Bildung und Vermehrung verhindern, also antimikrobiell sind. Dadurch halten sich die kosmetischen Artikel länger und sind länger verwendbar. Parabene werden außerdem sowohl in Arznei- und Lebensmitteln als auch in Tabakwaren als Konservierungsstoff eingesetzt, bei den verschiedenen Produktgruppen gibt es jedoch unterschiedliche Bestimmungen, welche Art von Parabenen eingesetzt und in welcher Konzentration diese verwendet werden dürfen.

Risiken von Parabenen

In vielen Kosmetika werden Parabene verwendet, zum Einsatz kommen hier vor allem Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Butylparaben. Die chemische Struktur von Parabenen ist der vom weiblichen Sexualhormon Östrogen sehr ähnlich, wodurch es bei der Aufnahme von Parabenen in den Körper über Kosmetika bei männlichen Kindern oder Embryos zu einer Feminisierung kommen kann. Zudem wurde überprüft, ob Parabene aufgrund ihrer östrogenähnlichen Struktur zu einem übermäßigen, tumorähnlichen Wachstum des Brustgewebes (Brustkrebs) führen kann. Studien zeigten allerdings, dass es keinen Zusammenhang zwischen den Parabenen in Kosmetika, vor allem Deodorant, und der Bildung von Brustkrebs gibt. 2011 wurden Parabene gründlich vom Bundesinstitut für Risikoforschung untersucht. Ethyl- und Methylparabene werden in geringen Maßen als sicher angesehen, da sie kein so hohes hormonelles Risiko aufweisen.

Parabene in Kosmetika

In vielen Kosmetika und Pflegeprodukten sind Parabene enthalten.

In vielen Kosmetika und Pflegeprodukten sind Parabene enthalten.

Besonders in Pflegeprodukten für Kinder oder Babys sind Parabene gefährlich, da die Kinder über einen schwachen Stoffwechsel und empfindliche Haut verfügen. Dies macht es schwerer, die Parabene, die über die Haut in den Körper aufgenommen werden, wieder abzubauen. Die Forschung in diesem Bereich soll aufgrund der Sicherheit für die Kinder weitergeführt werden und zu handfesten Ergebnissen führen.
Kritisch sind Parabene auch für Frauen, die bereits an Brustkrebs erkrankt sind, da diese anfällig für die hormonelle Wirkung von Parabenen sind. Diese Frauen sollten besonders darauf achten, dass in den verwendeten Kosmetika keine Parabene enthalten sind.

Kosmetika ohne Parabene

Um seinen Körper vor Parabenen zu bewahren, kann man auf Kosmetika zurückgreifen, die diese nicht enthalten. Zum Einen kann man in der Auflistung der Inhaltsstoffe nachschauen, ob Parabene verwendet wurden, zum Anderen könnte man auf Naturkosmetik umsteigen. Bei dieser werden keinerlei chemische Konservierungsstoffe verwendet, sodass kein Risiko bei der Verwendung besteht.

Fazit

  • Eine handfeste Aussage über die Wirkung der Parabene im menschlichen Körper gibt es nicht
  • Parabene sind in Kosmetika trotzdem erlaubt
  • Konzentration und Art des Parabens sind festgelegt
  • Naturkosmetik als Alternative, um sicher zu gehen
  • Viele Hersteller verzichten auf Parabene, da diese umstritten sind