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Antimikrobielle Wirkung

Eine antimikrobielle Wirkung entfalten eine Vielzahl von Stoffen und Gemischen. Dabei kann es sich um chemische Substanzen oder natürlich vorkommende Inhaltsstoffe beispielsweise in Pflanzen handeln. Zum Einsatz kommen die Stoffe mit Wirkung gegen Kleinstlebenwesen, um eine Gefährdung durch Krankheiten zu vermeiden. Die antimikrobielle Wirkung richtet sich dabei auf den Erreger, meist sogenannte Mikroben, die in ihrer Gesamtzahl reduziert werden sollen, damit keine Gefährdung durch Ansteckung mehr besteht. Für die meisten Krankheiten gilt, dass ein Erreger erst ab einer bestimmten Anzahl, der sogenannten Keimzahl, krankmachende sind. 

Stoffe und Stoffgemische mit antimikrobieller Wirkung im Einsatz

  • bei Konservierungsmitteln und weiteren Lebensmittelzusatzstoffen
  • bei Antibiotika
  • in Desinfektionsmitel
  • in Haushaltsreinigern
  • bei Bioziden

Oft ist dabei die Wirkung nicht explizit auf Mikroben ausgerichtet. Auch eine Wirkung gegen Pilze, Viren und speziell gegen sporenbildende Bakterienformen sollten beachtet werden. Der Anwender kann aufgrund der zur Verfügung stehenden Mittel sicherlich keine genaue Aussagen über den ode die vorliegenden Erreger machen. Deshalb kommen breit wirkende Mittel zum Einsatz, die möglichst eine Große Anzahl möglicher krankheitsmachender Erreger umfasst.

In der Arzneimittelbranche handelt es sich bei Antimikrobiellen Stoffen um Antibiotika.

In der Arzneimittelbranche handelt es sich bei Antimikrobiellen Stoffen um Antibiotika.

Antimikrobiell wirkende Stoffe werden in vielen Bereichen des täglichen Lebens eingesetzt und werden oft eingesetzt. Der Einsatz dieser Stoffe erstreckt sich dabei vom Arzneimittel über Kosmetika bis hin zu den Lebensmitteln.

Antimikrobiell wirkende Stoffe bei den Arzneimitteln sind als Antibiotika bekannt. Antibiotika können bakteriostatisch oder bakterizid wirken. Bei der bakteriostatischen Wirkung werden die krankheitsverursachenden Erreger, die Bakterien, in ihrem Populationsprozess gehindert. Bakterizide Antibiotika töten die Bakterien ab. Bei Virenbefall werden Virustatika und Viruzide eingesetzt. Aus dem Lebensmittelbereich sind Konservierungsmittel, wie die Sorbinsäure, die Parabene bekannt.

Im Haushalt finden sich Stoffe mit diesem Prinzip der Wirkung aber auch in Spülmitteln oder Haushaltsreinigern. Eine mikrobielle Wirkung ist aber nicht nur durch einen expliziten antimikrobiellen Stoff möglich, sondern kann auch aufgrund synergistischer Wirkungen und durch physikalische Phänomene verursacht werden. Zellen von Bakterien können durch den Einfluss von Detergenzien Zellwandschädigungen davontragen oder aufgrund von hyperosmolaren Effekten platzen.

Allergisierungspotential und Resistenzbildung

Antimikrobiell wirkende Stoffe sind oftmals für eine sichere Lebensmittelversorgung unentbehrlich. Auch für eine hygienische Anwendung von Kosmetika und für die Wahrung der Qualität von Arzneimitteln kann nicht auf den Einsatz verzichtet werden. Dazu müssten erst andere Methoden und Erzeugnisse zur Verfügung stehen, die den Einsatz der speziell wirkenden Mittel überflüssig macht. Allerdings bergen diese Substanzen und ihre Gemische aber auch ein hohes Potenzial bei der Allergisierung von Mensch und Tier. Die Resistenzbildung entsprechender Mikroorganismen muss beobachtet werden und eventuell wird auch immer wieder auf andere Mittel zugegriffen werden müssen.